1. Es war amol a Färber, e bitterböser Mann; der traf en Fähnrich, Gott, oh Gott, es ist der reine Kinderspott, bei seinem Weibel an. Nu ja, nu nee, es war a su: Kikeriki-ki-ki!
2. Nu schimpft ok ni das Weibel! Der Färber war ni schen, er war so fett: Gott, oh Gott, Es ist der reine Kinderspott, Als wie a Federbett.
3. Und wie er sieht den Fähnrich, Da war er mal ni fein. Er tunkt ihn glei,Gott, oh Gott, Es ist der reine Kinderspott, in blaue Farbe nei.
4. Der Fähnrich schreit und zetert als wie ene alte Kuh: „Herr Fähnrich,Gott, oh Gott, Es ist der reine Kinderspott, nu prillt ok ni asu.“
5. „Ach, lieber Färbermeister, ach wascht mich weiß und licht! Ein Fähnrich, Gott, oh Gott, es ist der reine Kinderspott, is kein Vergißmeinnicht!“
6. „Na komm, Du langer Lumich, ich mach' Dich wieder naß.“ Der Färber steckt ihn, Gott, oh Gott, es ist der reine Kinderspott, In’s gelbe Farbenfaß.
7. Der Fähnrich, der merkt nüschte, tut nur a bissel frier’n. Geht hem und denkt: Gott, oh Gott, es ist der reine Kinderspott, Nu laß ich mich frisier’n.
8. Sein lieber Kammerdiener holt den Friseur herbei. Der kommt und schreit, „Gott, oh Gott, es ist der reine Kinderspott, A griner Papagei!“
9. Der Fähnrich rennt zum Färber „Schnell eine weiße Brüh, Entfärbe mich, Gott, oh Gott, es ist der reine Kinderspott, du Satansrabenvieh“
10. „Nee nee, mei lieber Fähnerich, weiß wärschte nimmermehr. Und nur mit Schwarz, Gott, oh Gott, Es ist der reine Kinderspott, Euch noch zu helfen wär.“
11. „Kohlraben-tinten-schwärze! Ich wer’ mein Bestes tun. Dann rat ich Euch, Gott, oh Gott, es ist der reine Kinderspott, Fahr glei nach Kamerun.“
12. „Das kommt so von der Liebe, treibt man sie gar so bunt.Laß ab von ihr, Gott, oh Gott, es ist der reine Kinderspott, die ist Euch nie gesund.“
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