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II. Das entfūhrte Hirtenmädchen

1. Es war a mohl a Madel de hutt om Komm de Küh, se hutt se wull im Summer, as wie im Frühling früh.

2. Se war seitage luse ann gor vom Harrze gutt, ann wie a Pumpelruse, wern ihre Wange ruth.

3. Se hutt uf dressig Stücke a muttersillg alleen, ann jedes hot a Glocke as wie der grüßte Tob.

4. Huch uf am Riesakomme do stiht der Mittigstehn beim grußa Teich am Tomme do leiht viel Eis ann Schnee.

5. Da koom durchs Kniehulz schnelle a schiener Reitersmohn, dar hillt dem Macha stille ann schaut se freundlich ohn:

6. „War bist du, liebstes Harrze, du allerschönste Zier? wu wohnt dein Vater ann Mutter ist deine Heimat hier?“

7. „Mein Hiemt die wohnt gar weite, dort ei dam tiefa Thol, ken Reiter kon hin reita, ann wärs der Rübazahl“

8. „Kohn au ken Reiter hin reita, wull zu der Heimat dein so traet mei Roß behende dich über Stock und Stein.“

9. Er steckt an ihren Finger ein goldnes Ringelein, und sprach: „Du schönstes Leben nun bist du ewig mein!“

10. Er schwung se uf sein Schimmel su siehr das Macha schrie: „O Mutter Goths im Himmel, wu rett a mit me hie!”

11.„Wu hie ich mit der reite, das werst de wull bahl sehn: Es giht gar in de Weite wull über Stuck ann Stehn.“

12.Sehr viele lange Johre is die Geschicht geschahn, an Felsmas Hannelore hat nieman mir gesahn.

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